Neue Publikation: Zwischen Anerkennung und Kritik: Was die Corona-Pandemie für Forschende verändert hat
Das Fachjournal Health Communication (Taylor & Francis) hat den Beitrag "Rethinking Rationality. Scientists’ Perspectives on Health Communication after the COVID-19 Pandemic" von Hella de Haas, Frank Marcinkowski und Sarah Kohler veröffentlicht. Der Artikel ordnet sich in die internationale Forschung zur Wissenschafts- und Gesundheitskommunikation ein und untersucht, wie die Erfahrungen von Wissenschaftler:innen während der Corona-Pandemie ihre Bereitschaft zur öffentlichen Kommunikation verändert haben.
Während der Pandemie standen Forschende stärker als zuvor im öffentlichen Fokus. Sie erhielten Anerkennung, waren aber auch Kritik und Anfeindungen durch Medien, Politik und Öffentlichkeit ausgesetzt. Auf Grundlage einer Befragung von 4.207 Wissenschaftlerinnen an deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen untersucht die Studie, wie diese Erfahrungen die Einschätzung öffentlicher Kommunikation verändert haben. Die Mediationsanalysen zeigen, dass negative Erfahrungen mit Politikerinnen und Journalist*innen dazu führten, dass Forschende den Nutzen öffentlicher Kommunikation geringer einschätzten. In der Folge sank ihre Bereitschaft, sich öffentlich zu äußern – besonders dann, wenn persönliche Nachteile befürchtet wurden.
Die Ergebnisse leisten einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der langfristigen Folgen der Pandemie für die Wissenschaftskommunikation und zeigen, wie politische und mediale Rahmenbedingungen die Bereitschaft von Forschenden zur öffentlichen Sichtbarkeit beeinflussen können.
Hella de Haas, M.A.
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